Hüftabduktoren
| Ursprung | Os ilium (Ala ossis ilii, Linea glutea) |
|---|---|
| Ansatz | Trochanter major femoris, Tractus iliotibialis |
| Funktion | Abduktion im Hüftgelenk Beckenstabilisierung beim Einbeinstand Innenrotation (vordere Fasern) |
| Innervation | N. gluteus superior (L4-S1) |
Intro
Die Hüftabduktoren sind entscheidend für die Beckenstabilisierung beim Gehen. Schwäche führt zum Trendelenburg-Hinken.
Zugehörige Muskeln:
• M. gluteus medius
• M. gluteus minimus
• M. tensor fasciae latae
Anatomie
Die Abduktoren liegen lateral am Becken und Oberschenkel. Sie verhindern beim Einbeinstand das Absinken des Beckens zur Schwungbeinseite. Der M. gluteus medius ist der stärkste Abduktor und gleichzeitig wichtigster Beckenstabilisator.
Biomechanik & Kinetik
Beim normalen Gang sind die Hüftabduktoren in der Standbeinphase aktiv. Schwäche führt zur Lateralverlagerung des Oberkörpers über das Standbein (kompensiertes Trendelenburg). Dies belastet Hüft- und Kniegelenk zusätzlich.
Pathologie & Klinik
Trendelenburg-Zeichen bei Abduktorenschwäche
Gluteus-medius-Sehnenruptur
Trochantäre Bursitis
Iliotibialbandssyndrom (ITBS)
Diagnostik
Trendelenburg-Test
Einbeinstand-Beurteilung
Kraftmessung Abduktion
Ober-Test (ITBS)
Therapie
Kräftigung: Hüftabduktion, Seitliches Bridging, Einbeinstand
Stabilisierungstraining
Manuelle Therapie bei Bursitis
Lauftechnikanalyse bei ITBS